Wind, Sonne, Biomasse, Wasser, Erdwärme: Regenerative Energien decken inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs. Doch die Energiewende ist weit mehr als eine Stromfrage – und genau darin liegt die Chance für Flächeneigentümer, Landwirte und Kommunen.
Die Begriffe „regenerative Energien“ und „erneuerbare Energien“ werden im Alltag oft synonym verwendet – und meinen dasselbe: Energiequellen, die sich natürlich erneuern und nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Erdöl verursachen sie im Betrieb keine oder nur minimale Treibhausgasemissionen. In der Wissenschaft und im politischen Sprachgebrauch hat sich „erneuerbare Energien“ als Standardbegriff durchgesetzt, während „regenerative Energien“ vor allem im technischen und ingenieurwissenschaftlichen Kontext gebräuchlich ist.
Unabhängig vom Begriff: Die Bedeutung dieser Energiequellen für Deutschland ist enorm – und sie wächst. Im Jahr 2025 deckten regenerative Energien 55 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs, lieferten 19 Prozent der Wärme und kamen auf knapp 24 Prozent des gesamten Bruttoendenergieverbrauchs. Für Flächeneigentümer ist das keine abstrakte Statistik, sondern ein wachsender Markt, der Standorte für Windräder, Solarparks, Batteriespeicher und Energieinfrastruktur braucht.
Die fünf regenerativen Energiequellen
In Deutschland tragen fünf Quellen zur regenerativen Energieversorgung bei. Ihre Rollen und ihr Ausbaupotenzial unterscheiden sich deutlich.
Windenergie
Windkraft ist der wichtigste regenerative Energieträger in der Stromerzeugung. Im Jahr 2025 lieferten Windenergieanlagen an Land und auf See zusammen rund 134 Terawattstunden – etwa 46 Prozent des gesamten regenerativen Stroms. Der Onshore-Bestand erreichte eine installierte Gesamtleistung von 68 Gigawatt, die Offshore-Kapazität lag bei knapp 10 Gigawatt. Der Zubau an Land hat 2025 mit 4,6 Gigawatt deutlich angezogen, und Rekordgenehmigungen von fast 21 Gigawatt legen den Grundstein für einen starken weiteren Ausbau in den kommenden Jahren.
Für Flächeneigentümer ist Windenergie einer der attraktivsten Bereiche: Die Pachteinnahmen für Windkraftstandorte gehören zu den höchsten in der Branche, und die Anlagen beanspruchen punktuell wenig Fläche, sodass die umliegenden Ackerflächen weiter bewirtschaftet werden können.
Photovoltaik
Solarenergie ist der am schnellsten wachsende regenerative Energieträger. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik stieg 2025 um 21 Prozent auf rund 92 Terawattstunden – ein neuer Rekordwert. Die installierte Gesamtleistung wuchs um 17.600 Megawatt auf fast 120 Gigawatt. Damit ist die Photovoltaik nach der Windkraft der zweitwichtigste Energieträger im deutschen Strommix und hat die Braunkohle erstmals überholt.
Bis 2030 soll die installierte PV-Leistung auf 200 Gigawatt steigen. Etwa die Hälfte davon soll auf Freiflächen entstehen – was die Nachfrage nach geeigneten Grundstücken weiter steigern wird. Für Landwirte und Flächeneigentümer bieten Solarparks Pachteinnahmen, die das Zehn- bis Fünfzehnfache der landwirtschaftlichen Pacht betragen.
Biomasse
Biomasseanlagen – von Biogasanlagen über Holzkraftwerke bis hin zur Nutzung biogener Abfälle – erzeugten 2025 rund 41 Terawattstunden Strom. Ihr besonderer Vorteil: Biomasse ist regelbar und kann unabhängig vom Wetter Strom und Wärme liefern.
Im Wärmebereich ist Biomasse mit einem Anteil von 84 Prozent die dominierende regenerative Quelle. Die Nutzung fester Biomasse – überwiegend Holz – lag bei 136 Terawattstunden, ergänzt durch gasförmige und flüssige Bioenergieträger sowie biogenen Abfall. Insgesamt stieg die erneuerbare Wärme 2025 auf rund 210 Terawattstunden.
Wasserkraft
Wasserkraft ist die älteste Form der regenerativen Stromerzeugung. In Deutschland lieferten Wasserkraftwerke 2025 rund 18 Terawattstunden – deutlich weniger als im Vorjahr, bedingt durch außergewöhnlich niedrige Niederschläge. Das Ausbaupotenzial ist in Deutschland weitgehend ausgeschöpft, die installierte Kapazität stabil bei knapp 6 Gigawatt. Wasserkraft bleibt aber als Grundlastquelle und über Pumpspeicherkraftwerke als Speichertechnologie ein wichtiger Bestandteil des Energiesystems.
Geothermie und Umweltwärme
Geothermie spielt in der Stromerzeugung in Deutschland bisher eine untergeordnete Rolle, gewinnt aber im Wärmebereich rasant an Bedeutung. Die aus Umweltwärme und Geothermie mittels Wärmepumpen nutzbar gemachte Wärmemenge stieg 2025 um 17 Prozent auf rund 25 Terawattstunden – der dynamischste Wachstumsbereich in der Wärmewende. Der Rekordmarktanteil von knapp 50 Prozent bei Wärmepumpen im Heizungsmarkt zeigt, dass die Technologie im Mainstream angekommen ist.
Regenerative Energien in den drei Sektoren
Die Energiewende beschränkt sich nicht auf die Stromerzeugung. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen auch Wärme und Verkehr dekarbonisiert werden – ein Prozess, der in beiden Sektoren deutlich langsamer voranschreitet.
Strom: 55 Prozent regenerativ
Der Stromsektor ist der Vorreiter. Mit einem Anteil von 55 Prozent am Bruttostromverbrauch und 290 Terawattstunden Erzeugung aus Wind, Sonne, Biomasse, Wasser und Geothermie ist die Stromerzeugung der Sektor mit dem größten Fortschritt. Das Ziel: 80 Prozent bis 2030. Dafür ist eine weitere Beschleunigung des Ausbaus bei Wind und Solar nötig – und damit eine steigende Nachfrage nach Flächen.
Wärme: 19 Prozent regenerativ
Im Wärmebereich stieg der regenerative Anteil 2025 auf 19 Prozent des Endenergieverbrauchs. Biomasse bleibt hier die dominierende Quelle, aber Wärmepumpen und Geothermie gewinnen an Dynamik. Der Wärmesektor ist insgesamt der größte Energieverbrauchsbereich in Deutschland – und gleichzeitig der mit dem geringsten regenerativen Anteil. Hier liegt noch enormes Potenzial, das sich mittelfristig auch auf den Strombedarf auswirkt: Jede Wärmepumpe erhöht den Stromverbrauch – und damit den Bedarf an regenerativer Stromerzeugung.
Verkehr: Nachzügler mit wachsender Dynamik
Im Verkehrssektor lag der Anteil regenerativer Energien 2025 bei rund 7 Prozent. Der Einsatz von Biokraftstoffen stieg gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent, der Verbrauch von regenerativem Strom im Verkehr um 12 Prozent. Trotz eines Neuzulassungsanteils von knapp 20 Prozent bei Elektroautos bleibt der Verkehr der Sektor mit der geringsten Durchdringung regenerativer Energien.
265 Millionen Tonnen CO₂ vermieden
Der Klimaschutzbeitrag der regenerativen Energien belief sich 2025 auf über 265 Millionen Tonnen vermiedene CO₂-Äquivalente – rund 5 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. Ohne den Ausbau der regenerativen Energien in den vergangenen 25 Jahren wäre die deutsche CO₂-Bilanz heute um ein Drittel schlechter.
Was bedeutet der Ausbau für Flächeneigentümer?
Der weitere Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland ist ohne geeignete Flächen nicht möglich. Jeder Solarpark braucht Ackerland oder Grünland, jedes Windrad einen Standort, jeder Batteriespeicher ein Grundstück mit guter Netzanbindung. Die Zahlen zeigen, wie groß die Nachfrage ist und wie weit der Weg zum Ziel noch reicht.
Allein bei der Photovoltaik müssen bis 2030 noch rund 80 Gigawatt zugebaut werden – etwa die Hälfte davon auf Freiflächen. Das entspricht einem Flächenbedarf von mehreren zehntausend Hektar. Bei der Windkraft an Land sind die Genehmigungszahlen auf Rekordniveau, was in den kommenden Jahren zu einem deutlich beschleunigten Zubau führen wird. Und der Markt für Großbatteriespeicher wächst rasant – mit entsprechender Nachfrage nach geeigneten Grundstücken.
Für Flächeneigentümer bedeutet das: Die Verpachtung von Ackerland, Grünland oder Konversionsflächen für regenerative Energien bietet langfristig attraktive Einnahmen, die deutlich über der landwirtschaftlichen Pacht liegen. Die Verträge laufen 20 bis 30 Jahre und bieten Planungssicherheit. Das gesamte Investitionsrisiko liegt beim Projektentwickler. Und nach Ablauf der Vertragslaufzeit wird die Fläche vollständig wiederhergestellt.
Wie TARANIS Sie unterstützt
Taranis ist als Dienstleister für Flächensicherung die Schnittstelle zwischen Flächeneigentümern und Projektentwicklern im Bereich regenerative Energien. Wir prüfen, welche Nutzung auf Ihrer Fläche wirtschaftlich sinnvoll ist, und begleiten Sie von der Ersteinschätzung bis zum fertigen Pachtvertrag.
Kostenlose Flächenprüfung: GIS-gestützte Analyse Ihrer Fläche hinsichtlich Wind, Solar, Speicher oder Kombination.
Eigentümerklärung: Recherche und Klärung auch bei komplexen Eigentumsverhältnissen.
Vermittlung: Wir bringen Sie mit geprüften Projektentwicklern zusammen.
Vertragsbegleitung: Prüfung und Verhandlung aller Vertragspunkte – Pacht, Vorhalteentgelt, Rückbau, Pächterwechsel.
Häufige Fragen
Was sind regenerative Energien?
Regenerative Energien – auch erneuerbare Energien genannt – sind Energiequellen, die sich natürlich erneuern. Dazu gehören Windenergie, Solarenergie (Photovoltaik), Biomasse, Wasserkraft und Geothermie. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern sind sie nahezu unerschöpflich und verursachen im Betrieb keine oder nur geringe Treibhausgasemissionen.
Wie hoch ist der Anteil regenerativer Energien in Deutschland?
Im Jahr 2025 lag der Anteil regenerativer Energien am Bruttostromverbrauch bei rund 55 Prozent, am Endenergieverbrauch für Wärme bei 19 Prozent und am gesamten Bruttoendenergieverbrauch bei 24 Prozent. Im Verkehr betrug der Anteil etwa 7 Prozent.
Warum sind regenerative Energien für Flächeneigentümer relevant?
Weil der Ausbau von Wind, Solar und Speichern ohne geeignete Flächen nicht möglich ist. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke für Pachteinnahmen zur Verfügung stellen, die das Zehn- bis Fünfzehnfache der landwirtschaftlichen Pacht betragen – bei null Investitionskosten und langfristiger Vertragssicherheit.
Was ist der Unterschied zwischen regenerativen und erneuerbaren Energien?
Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied. Beide Begriffe bezeichnen dieselben Energiequellen. „Erneuerbare Energien“ ist der politisch und gesetzlich verwendete Standardbegriff (z. B. im Erneuerbare-Energien-Gesetz), „regenerative Energien“ ist vor allem im technischen und ingenieurwissenschaftlichen Sprachgebrauch verbreitet.
Wie weit ist Deutschland beim 80-Prozent-Ziel?
Im Jahr 2025 lag der Anteil regenerativer Energien am Bruttostromverbrauch bei 55 Prozent. Bis 2030 sollen es 80 Prozent sein. Das erfordert einen weiteren beschleunigten Ausbau bei Windkraft und Photovoltaik – und damit eine anhaltend hohe Nachfrage nach geeigneten Flächen.
Welche regenerative Energie hat das größte Wachstumspotenzial?
Photovoltaik wächst aktuell am schnellsten (2025: +21 % Stromerzeugung, +17.600 MW Zubau). Windkraft an Land beschleunigt ebenfalls deutlich. Im Wärmebereich sind Wärmepumpen der dynamischste Treiber (+17 % bei Umweltwärme/Geothermie). Alle drei Bereiche werden in den kommenden Jahren weiter stark wachsen.
So geht es weiter
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TARANIS – Erneuerbare Energien GmbH Telefon: +49 341 5501 5507 E-Mail: info@taranis-windsolar.de Web: taranis-windsolar.de
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